
28.11.25 –
Die Verwaltung der Stadt Ronnenberg möchte die in den fünf Stadtteilbüchereien Benthe, Empelde, Ihme-Roloven, Ronnenberg und Weetzen eingesetzte Software auf einen aktuellen Stand bringen. Davon sollen auch Nutzer und Nutzerinnen der Büchereien profitieren, etwa durch neue Funktionen. Geht es nach dem Willen der Verwaltung, wird im Gegenzug aber eine Jahresgebühr fällig. Das lehnen die Ronnenberger Grünen aus verschiedenen Gründen ab.
Büchereien sind Orte der Chancengleichheit und der demokratischen Teilhabe. Jedes Zugangshindernis – ob technisch oder finanziell – widerspricht dem Auftrag der Leseförderung und muss verhindert werden!
Während die Digitalisierung der Ausleihe prinzipiell begrüßt werde, warnt die Partei vor einer schleichenden Kommerzialisierung. Es darf nicht sein, dass Eltern für die Leseförderung ihrer Kinder plötzlich Gebühren zahlen müssen, nur weil ein Systemwechsel stattfindet.
Die Grünen fordern das Land Niedersachsen auf, die Kultusministerkonferenz zu nutzen, um klare bundesweite Standards für kostenfreie Grundleistungen in Büchereien zu definieren – inklusive einer verbindlichen Sozialklausel für einkommensschwache Haushalte.
Eine aktuelle Studie der Stiftung Lesen zeigt, dass bereits jetzt jedes fünfte Kind aus Familien mit geringem Einkommen seltener Büchereien nutzt. Dabei ist Lesen ein Schlüssel für Bildungserfolg und gesellschaftliche Teilhabe. Wer hier Hürden aufbaut, vertieft soziale Ungleichheit. Genau das wirkt sich wirtschaftlich langfristig fatal für unser Land aus.
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