BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband Ronnenberg

Ronnenberger Grüne setzen sich für Verbesserungen bei der Stadtbahn ein

23.01.26 –

Seit Dezember 2023 ist Hemmingen per Stadtbahn erreichbar. Eine Alternative zu Auto und Bus, die verschiedenen Medienberichten zufolge gut angenommen wird. Doch mit dem Start hat die Üstra Änderungen an den Linienführungen vorgenommen, die vor allem zulasten von Nutzerinnen und Nutzern der Linie 9 gehen.

Verkehrte die Linie 9 bis Dezember 2023 zwischen Empelde und Fasanenkrug, endet sie seitdem bereits am Hauptbahnhof. Damit existiert auf der Relation Empelde/Badenstedt/Linden-Mitte auf der einen und Oststadt/List auf der anderen Seite keine direkte Verbindung mehr. Wer zuvor ohne Umstieg von Empeldezur Podbi fahren konnte, muss nun umsteigen. Das ist zwar am selben Bahnsteig möglich, kostet aber Zeit.

Die zweite, für viele Bürgerinnen und Bürger weitaus ärgerlichere Verschlechterung betrifft die Verlässlichkeit. Während die Linie 9 den Endpunkt Empelde in Richtung Hauptbahnhof in der Regel pünktlich verlässt, ist dies in der anderen Richtung nicht der Fall. Verspätungen von drei, vier oder mehr Minuten sind bereits bei der Abfahrt am Hauptbahnhof nicht ungewöhnlich. „Diese Verspätungen bergen insbesondere für weiterreisende Fahrgäste, die auf den Busanschluss in Empeldeangewiesen sind, das Risiko, dass sie den Anschluss-Bus verpassen“, so Dr. Michael Below, Mitglied der Grünen-Ratsfraktion.

Die Gründe dafür dürften vielfältig sein, zwei davon können Fahrgäste mit Start am Hauptbahnhof aber häufig beobachten. Kommen Züge der Linie 9 zu spät am Hauptbahnhof an, reicht die Wendezeit nicht für eine pünktliche Abfahrt in Richtung Empelde aus. Zudem lässt sich in schöner Regelmäßigkeit beobachten, dass verspätete Züge der Linien 3 und 7 bevorzugt werden.

Dabei hatte die für den öffentlichen Nahverkehr zuständige Region Hannover noch im März 2021 argumentiert, dass das anschließend umgesetzte Konzept die beste Wahl bezüglich Pünktlichkeit und Betriebsstabilität sei. Unter anderem diese beiden Gründe sorgten letztlich dafür, dass sich die nach eigenen Angaben wirtschaftlichere und für Fahrgäste der Linie 9 bessere Variante nicht durchsetzen konnte.


Die Region untersuchte zahlreiche Varianten für die sogenannte A-Strecke, zu der die Linien 3, 7, 9, 13 und 17 gehören. (Quelle: Region Hannover)

Wozu das seit mehr als zwei Jahren führt, ist für Dr. Michael Below klar: „Alles in allem ist die oben geschilderte Situation in ihrer Gesamtheit im höchsten Maße frustrierend. So greifen Bahnfahrer nach schlechten Erfahrungen mit dem öffentlichen Nahverkehr wieder auf das Auto zurück. Deshalb setzen wir uns weiter für eine Lösung der geschilderten Probleme ein, um den Ronnenberger Bürgerinnen und Bürgern eine verlässliche Verkehrsanbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr nach Hannover zu ermöglichen.“

Für Patrick Bellmer, Bürgermeisterkandidat und Co-Vorsitzender der Ronnenberger Grünen, ist zudem die Priorisierung ein Ärgernis. „Die Fahrgäste erleben die Benachteiligung nicht nur am Hauptbahnhof. Auf dem überwiegenden Teil der Linie 9 fahren die Bahnen im besten Fall alle zehn Minuten, während Wettbergen und Mühlenberg besser versorgt werden. Gravierend ist das vor allem in den Randzeiten, etwa während des Nachtsternverkehrs.“

Wichtig ist Patrick Bellmer und Dr. Michael Below dabei, dass all dies nicht nur Bürgerinnen und Bürger aus Empelde betrifft. Denn die Linie 9 verbindet durch Busanschlüsse auch alle anderen Ronnenberger Ortsteile, ebenso die genannten hannoverschen Stadtteile. Deshalb: „Wir erwarten, dass die Region Hannover mindestens die bereits in Aussicht gestellte, dann aber doch wieder zurückgezogene Verlängerung der Linie 9 bis zur Noltemeyerbrückeschnellstmöglich umsetzt“, so Bellmer.

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Grüne Ronnenberg | Verkehr


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