
15.03.26 –
Angesichts der jüngsten Forderungen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nach einem Pilotprojekt für sogenannte Mini-Atomkraftwerke warnt Bündnis 90/Die Grünen vor einer gefährlichen Abkehr von der erfolgreichen Energiewende. Die Pläne der CSU, deutsche Steuergelder indirekt über den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) in Atomprojekte zu lenken, sind ein Rückschritt und eine Verschwendung dringend benötigter Ressourcen für den Ausbau erneuerbarer Energien.
Söder hatte in der Bild am Sonntag erklärt, Bayern sei bereit für ein Pilotprojekt mit neuartigen modularen Kleinreaktoren und der Nutzung von Atommüll als Brennstoff. „Kernenergie 2.0 bedeutet kein Zurück zu alter Technik, sondern ein neues Kapitel ohne die früheren Gefahren“, so der CSU-Chef. Doch die Realität sehe anders aus: „Jeder Euro, der in Atomprojekte fließt, fehlt für den dringend benötigten Ausbau von Wind-, Solar- und Speichertechnologien“, betont Andreas Beichler, Ratsherr der Ronnenberger Grünen. „Sie machen den Strom für die Bürger*innen nicht günstiger, sondern immer teurer! Atomillusionen lenken von echten Lösungen ab und binden Ressourcen, die wir für die Bewältigung der Klimakrise benötigen.“
Die Ampelregierung hat in den vergangenen Jahren die Energiewende erfolgreich vorangetrieben – ein Kurs, der nun durch die Atomdebatte infrage gestellt wird. „Deutschland hat sich mit dem Atomausstieg klar positioniert. Statt über teure und unausgereifte Technologien zu diskutieren, müssen wir den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen und die Versorgungssicherheit durch moderne Speicherlösungen und Netze gewährleisten“, so Beichler weiter.
Hintergrund der Debatte ist die Diskussion um den Mehrjährigen Finanzrahmen der EU, in dem indirekte Subventionen für Atomprojekte drohen. Die Grünen fordern die Bundesregierung auf, sich auf europäischer Ebene klar gegen solche Pläne zu positionieren und stattdessen die Mittel für den Ausbau einer klimaneutralen Energieversorgung einzusetzen. „Die Zukunft liegt in erneuerbaren Energien – nicht in teuren und riskanten Atomträumen“, so das Fazit.
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