
21.03.25 –
Ausschlaggebend für die Anfrage waren regelmäßige Berichte von Eltern, Lehrkräften und Personal aus den zahlreichen Betreuungseinrichtungen, laut denen die Qualität des Mittagessens unbefriedigend. Im Mittelpunkt der Kritik standen dabei immer wieder Geschmack und Qualität. Beide Fraktionen verwiesen zudem auf die Ergebnisse von Schuleingangsuntersuchungen, bei denen immer häufiger Kinder mit Übergewicht auffielen – zurückzuführen wohl auch auf eine ungesunde und nicht ausgewogene Ernährung. Kritisiert wurden ebenso teils lange Transportwege, unter denen die Qualität des Essens leidet sowie die mit Blick auf Umweltschutz die notwendigen Verpackungen.
Der Vorschlag: Die Stadt Ronnenberg solle eine eigene Großküche errichten und betreiben, die dann die städtischen Kindertageseinrichtungen und Schulen mit Mittagessen versorgt. Zum Einsatz sollten dabei im Idealfall Zutaten in Bio-Qualität aus regionaler Produktion kommen.
Die von der Verwaltung im März 2025 präsentierten Zahlen sind allerdings ernüchternd. Denen zufolge würde ein einzelnes Mittagessen pro Portion etwa 9 Euro kosten.
In diesen Preis sind die angenommenen jährlichen Personalkosten (1,5 Mio. Euro), die angenommenen jährlichen Abschreibungen (260.000 Euro), die jährlichen Unterhaltskosten (260.000 Euro) sowie die Zutaten pro Portion eingeflossen. Allein Personal, Abschreibungen und Unterhalt würden sich umgerechnet auf eine Portion auf 3,81 bis 4,75 Euro summieren. Hinzu kämen Zutaten, weitere Produktions- und Betriebskosten. Das Ergebnis wären die genannten 9 Euro.
Für die Prüfung hat sich die Verwaltung allerdings lediglich eine Großküche in Göttingen angeschaut. Eingeflossen sind darüber hinaus nur grobe Schätzungen – teilweise auf Basis mehrere Jahre alter Daten.
"Das Ergebnis lässt einen ungläubig staunen. Ohne die Einsicht, dass sich am Ende ein solches Projekt für alle lohnt, sowohl was die Qualität des Essens für die Kinder und Jugendlichen angeht, als auch die regionale Wertschöpfungskette, die hier entstehen könnte, solange kann es aus dieser Verwaltung kein anderes Ergebnis geben. Uns fehlte einfach das nötige Herzblut. Andere Verwaltungen machen es vor, wie es gehen könnte, z.B. Gehrden," so Andreas Beichler von der Grünen Ratsfraktion.
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